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SABC, noch nicht bereit für Zapiros Puppen

Auch wenn die Story nicht unbedingt aktuell ist, so ist sie aber ein gutes Exempel für ein Südafrika, das zumindest satirisch gesehen nicht mehr zu den traditionellen Schwellenländern laut Weltbank und IWF zu zählen ist. Deshalb: „herzlich willkommen Südafrika und nehmen sie schon mal Platz bei uns in der ersten Reihe. Am besten gleich zwischen Herrn Berlusconi und Herrn Sarkozy – bitteschön“! Denn Südafrika hat mit seiner politischen Einflussnahme auf das staatliche Fernsehen South African Broadcasting Corporation (SABC) bewiesen, dass es durchaus das Zeug hat, in der Oberliga der hochentwickelten Industriestaaten, wie Berlusconis Italien und Sarkozys Frankreich eingereiht zu werden. Schnell hat das sogenannte Schwellenland Südafrika erkannt, dass Macht eben auch viel mit Medien zu tun hat. Der SABC mit seinen drei nationalen TV-Programmen und 18 Radiostationen bemüht sich zwar den Ansprüchen einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt gerecht zu werden, verkommt dabei aber immer mehr zu einem schlecht geführten Regierungssender. Hinter den Kulissen des Senders werkelt der ANC  und besetzt mittlerweile alle Schlüsselpositionen. Bis hinunter zur operativen Ebene herrscht parteipolitisches Gerangel mit unschönen Entlassungen, erzwungenen Wiedereinstellungen und …

Wer ist Zapiro?

Hinter Zapiro steht Jonathan Shapiro, ein begnadeter Cartoonist! Er wurde 1958 in Kapstadt geboren, studierte dort Architektur, weigerte sich in der Armee eine Waffe zu tragen, wurde 1983 aktives Mitglied der neu gegründeten „United Democratic Front“, ließ sich vom militärischen Geheimdienst überwachen. Kurzum, er war kein großer Freund des Apartheid-Regimes. 1987 wurde Shapiro Cartoonist der Tageszeitung „South“. Er nahm seinen Job als Cartoonist so ernst, dass er 1988 verhaftet wurde. Daraufhin folgte ein Studium an der School of Visual Arts in New York. 1991 kehrte Jonathan Shapiro zurück nach Südafrika. Apartheid war Vergangenheit und vor Shapiro eine große Kariere als Cartoonist. Er arbeitete für den „Sowetan“, „Cape Argus”, “Mail & Guardian”, “Sunday Times”, “Cape Times”, “The Star”, “The Mercury” und “Pretoria News”. Es folgten Ausstellungen in New York, Amsterdam, Frankfurt und in Südafrika. Sein Stil? Immer kritisch, hinterfragend, entlarvend, pointiert und hoch politisch. Auch seine Angewohnheit sich mit der politischen Führung im Land anzulegen, hat er sich nicht abgewöhnt. So wurde er vom neuen südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma zunächst auf Rand 15 Millionen, später auf …