Jahr: 2013

Südafrika – es muss nicht immer Garden Route sein

Spiegel-online listet die Garden Route als ein der schönsten Roadtrips der Welt. Schön, dass Südafrika vertreten ist – aber es dürfte ja gerne auch mal etwas Ausgefalleneres sein. So seltsam es klingt: Wer Kapstadt verstehen will, muss die Mother City verlassen. Muss den Speckgürtel der Vororte durchqueren, die Kornfelder und Weinfarmen der Agglomeration hinter sich lassen, und an irgend einer Stelle über einen Pass ins Landesinnere vorstoßen. Wer dort die Weite erfahren hat, welche die Perle am Meer von anderen spärlichen Zivilisationskristallen des Landes trennt, sieht die Metropole am Kap mit anderen Augen. [igallery id=“6896″]   Wir sind wieder unterwegs in Südafrika. Der offroad getestete Käfer ist bis unter das Dach voll gepackt: die Rückbank bleibt zu Hause, statt dessen finden zwei Reserverreifen und ein 20 Liter Benzinkanister irgendwie zwischen Zelt, Kleidung, Schlafsäcken und Isomatten Platz. Auf der N 7 geht es Richtung Norden, vorbei an Kornfeldern und durch das fruchtbare Citrusdal, wo ein kleiner Farmstall nach dem anderen mit hausgemachter Marmelade und frischen Früchten zum Anhalten einlädt. Grün ist es hier im Gewächshaus des …

Nelson Mandela

Seit Anfang Juni, als sein Zustand als „kritisch“ eingestuft wurde, hatte sich Südafrika insgeheim auf diese Nachricht vorbereitet: Nelson Mandela, der Vater der Demokratie am Kap ist im Alter von 94 Jahren an den Folgen einer chronischen Lungenentzündung gestorben. Im ganzen Land herrscht Trauer überall weinen die Menschen um ihren „Madiba“. Kapstadt – Das wichtigste Gerichtsurteil in der Geschichte Südafrikas wird am 12. Juni 1964 von Richter Quartus de Wet verkündet: Nelson Mandela und seine Mitangeklagten werden zu lebenslänglicher Haft verurteilt – aber nicht zum Tod durch den Strang. Erst am 11. Februar 1990 ist Mandela wieder frei  und wird vier Jahre später zum ersten demokratischen Präsidenten Südafrikas  vereidigt. Vermutlich hatte Mandelas fünfstündiges Plädoyer den Burenrichter damals so beeindruckt, dass er von der Maximalstrafe absah. Mandela hatte erklärt, er habe Zeit seines Lebens sowohl gegen weisse als auch gegen schwarze Dominanz gekämpft, er sehne sich nach einer demokratischen und freien Gesellschaftsordnung. „Es ist ein Ideal, das ich hoffe, noch zu erleben. Aber auch ein Ideal, für das ich, wenn es sein muss, bereit bin zu …

Von Kapstadt nach irgendwo – Rent a Wreck

Das südafrikanische Roadworthy Zertifikat ist so etwas wie der deutsche TÜV, und ohne diese Plakette dürfte hier kein Auto unterwegs sein. Trotzdem sieht man in und um Kapstadt viele Fahrzeuge, die eher von der guten Hoffnung der Benutzter zusammen gehalten werden, als von den Gesetzen der Mechanik. Für den preisbewussten Reisenden bieten einige Autovermietungen uralte Autos an, deren Sicherheitsstandards sicher nicht mit den Vorstellungen der meisten westlichen Touristen übereinstimmen. Aber mit ein bisschen Risikobereitschaft, einem Leatherman und etwas Draht im Gepäck bekommt man selbst einen alten VW Käfer über die anspruchsvollsten 4 x 4 Pisten. Wer in Südafrika unterwegs sein will, braucht in der Regel seine eigenen vier Räder. Zwar existieren inzwischen ordentliche Bus- und Zugverbindungen, die dem Individualreisenden genehm sind. Doch erreicht man die schönsten Stellen des Landes meist nur, wenn man vielbefahrene Strecken hinter sich lässt, und auf eigene Faust auf Entdeckungsreise geht. Und das fantastische Freiheitsgefühl des klassischen roadtrips gehört nun mal zu Südafrika wie braai und biltong. Eine preisgünstige Alternative zu den teuren und etablierten Autovermietern bieten kleine lokale Vermieter, die …