Monate: September 2009

Südafrika: Neue Statistiken zur Kriminalität – Gewaltverbrechen auf dem Vormarsch

Jedes Jahr im September werden sie der Öffentlichkeit serviert: die Statistiken zur Kriminalität für ein Jahr, jeweils vom April bis März. Im September ist das schon ferne Vergangenheit. Besonders, wenn eine neue Verwaltung im Amt ist – ein neuer Präsident, ein neuer Polizei-Minister, ein neuer Polizei-Chef. Sie alle haben der Kriminalität den Kampf angesagt, so wie das alle Vorgänger auch getan hatten. Sie werden nun gemessen an den Statistiken für den Zeitraum April 2008 bis März 2009. Und niemand in der Regierung oder in der Polizei-Spitze muss sich für diese aktuellen Zahlen verantworten. Und sie sind erschreckend! Man hat sich ja schon daran gewöhnt, dass in Südafrika täglich 50 Menschen ermordet werden, in weiteren 50 Fällen ein Mord versucht wird, über 450 Raubüberfälle stattfinden und rund 1.500 Mal eingebrochen oder ein Auto geklaut wird. Und immer wieder glauben die Menschen in diesem Land, dass es nicht schlimmer werden kann. Wird es aber. Zwar ist die Zahl der erfassten Morde zurückgegangen – um 300. Jetzt werden also nicht mehr im Durchschnitt 51 Menschen am Tag ermordet, …

Nederburg – eine Institution in Südafrika

Das Weingut Nederburg in Paarl ist eine Institution in Südafrika. Wer die ersten Erfahrungen mit Weinen aus Südafrika macht, kommt selten um den Giganten herum, der mit einer Produktionsmenge von mehr als 1 Mio. Kisten pro Jahr zu den ganz Großen im Land zählt. Nederburg liegt malerisch schön in den Ausläufern der Stadt Paarl und produziert eine solche Vielzahl von Weinen, dass die südafrikanische Weinbibel, der John Platter Wine Guide, deutlich mehr als zwei engbedruckte Seiten braucht, um der Flut an Weinen Herr zu werden. Mit dabei sind alle Bewertungen von zwei Sternen (Paarl Riesling 2008) bis hin zur Top-Note von fünf Sternen (Ingenuity White 2007). SA-Weine.de hat sich eine repräsentative und in Deutschland erhältliche Auswahl der Weine genauer angesehen, um die generelle Qualität der Weine zu betrachten. Dabei waren nicht nur die einfachen Weine der neuen „Foundation“-Linie, sondern auch die Top-Weine „Ingenuity“. Weiterlesen: SA-Weine.de

Südafrika: Das Gold der Caster Semenya, Empfindlichkeiten, Peinlichkeiten + verbale Entgleisungen

Selbst in Südafrika kannte sie vor dem 19. August 2009 kaum einer, die 18-jährige Caster Semenya. Was sie dann plötzlich weltweit in die Schlagzeilen brachte, war weniger der Titelgewinn über die 800m-Strecke bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin oder die neue Weltrekordzeit von 1:55,45. Es war die Nachricht, dass sich Semenya auf Verlangen der International Association of Athletics Federations (IAAF) einem Geschlechtstest (gender verification) zu stellen habe. Kontroversen über das Geschlecht von Athleten, die in Frauen-Wettbewerben antraten, hatte es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Durch Tests flogen einige auf; bei anderen genügte die Vorladung und sie wurden nie wieder bei einem Wettkampf gesehen. Innerhalb des IAAF hatte sich in den letzten Jahren eine gewisse Zurückhaltung solchen Tests gegenüber entwickelt. Sie sind ein „heißes Eisen“, das nur mit größter Zurückhaltung angefasst wird. Die Medien nahmen sich des Themas denn auch mit einer gewissen Sensibilität an; kritisiert wurde insbesondere der Zeitpunkt, zu dem die IAAF-Forderung bekannt geworden war – wenige Stunden vor dem Lauf. Und dieser Umstand hat in Südafrika bei einigen Zeitgenossen zu Überreaktionen geführt, deren …

Stefan Hippler bleibt in Kapstadt

Der in der katholischen Kirche wegen seiner Haltung zum Kondomgebrauch umstrittenen Priester Stefan Hippler (49) bleibt in Kapstadt. Hippler ist seit 1997 als Leiter der deutschsprachigen katholischen Gemeinde und Gründer der Aids-Hilfsorganisation „Hope“ in Kapstadt tätig. Als Aids-Aktivist lag er mit seiner Kirche regelmäßig im Konflikt. Zuletzt wohl durch das gemeinsam mit Bartholomäus Grill und Henning Mankell verfasste Buch: „Gott, Aids, Afrika“, in dem er den Papst aufforderte, Aidskranken den Kondomgebrauch zu gestatten. So war es kaum verwunderlich, dass die für Auslandseinsätze von Priestern zuständige Deutsche Bischofskonferenz vor drei Monaten verkündete, Hipplers Ende September auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern. Das Blatt wendete sich durch die Berufung von Stephan Ackermann als Bischof von Hipplers Heimatbistum Trier. Wie Ackermann nun bestätigte, bleibt Stefan Hippler für mindestens fünf weitere Jahre in Kapstadt und kann sich nun wieder erfolgreich für die Aids-Organisation „HOPE“ einsetzen. Eine mutige Entscheidung Ackermanns und ein Segen für die Bekämpfung von Aids in Kapstadt.