Jahr: 2009

Bartholomäus Grill: Laduuuuuma!

Afrika hat achtzig Jahre auf die Fußballweltmeisterschaft gewartet, 2010 findet sie nun auf diesem fußballbegeisterten Kontinent statt: in Südafrika, dem Land, das den Rassenwahn der Apartheid mit friedlichen Mitteln überwunden hat und als Leitmodell der Versöhnung gilt. Bartholomäus Grill beschreibt, welche Bedeutung die WM für das Selbstbewusstsein der Afrikaner hat, und führt durch die Geschichte und Gegenwart des afrikanischen Fußballsports.

White House: die wohl exklusivste Art die Fußball-WM in Kapstadt zu erleben

So langsam wird es Zeit sich um eine geeignete Unterkunft zur Fußball-WM in Kapstadt zu bemühen. Warum ausgerechnet Kapstadt und nicht Johannesburg, Pretoria oder gar Nelspruit? Ganz einfach, weil nun mal keine der anderen Austragungsstätten so viel Flair und Fun bieten, wie eben Cape Town. Wer sich zudem den Mief von Hotelzimmern ersparen möchte und seinen täglichen Sundowner lieber privat, im Kreis von guten Freunden genießen möchte, der tut gut daran sich um ein eigenes Domizil für die Dauer der WM zu bemühen. Angebote gibt es viele, doch nicht alle überzeugen. Viele der Hausbesitzer an der Atlantikküste und in den Hügeln von Constantia lauern hier auf ein schnelles Geschäft mit den Fußballbegeisterten aus aller Welt, um ihre von Rezession gebeutelten Kassen aufzufüllen. Nicht so bei diesem Objekt! Wer also ein exklusives, außergewöhnliches und modernes Hideaway hoch über der City sucht, den dürfte dieses spektakuläre Haus mit traumhaften Blick über Stadt und Tafelberg interessieren. Hoch oben in Tamboerskloof hat sich das bekannte Architekten/Innenarchitekten Ehepaar Marcelle und Servaas Crowther ihren ungewöhnlichen Designertraum erfüllt. Der Name: „White House“ …

Zapiro beklagt vor Fußball-WM Wandel des politischen Klimas in Südafrika

Gut ein halbes Jahr vor Beginn der Fußball-WM in Südafrika beklagt einer der führenden Karikaturisten des Landes eine massive Verschlechterung des politischen Klimas in seiner Heimat. Nach dem Ende der Apartheid habe er „unter den ersten zwei Präsidenten der jungen Demokratie, Nelson Mandela und Thabo Mbeki, das Gefühl gehabt, sich frei ausdrücken zu können, doch habe sich dies in den vergangenen zwei Jahren geändert, sagte der unter seinem Künstlernamen „Zapiro“ bekannte Jonathan Shapiro der Wochenzeitung „Das Parlament“. Der Kampf zwischen Mbeki und seinem Nachfolger Jacob Zuma sei so erbittert gewesen, „dass einige Köpfe – nicht nur in der Politik – gerollt sind. Und viele, die wie ich in den Medien arbeiten, wurden plötzlich zu Feinden.“ Auch er werde von „einigen in der Regierung“ als Feind betrachtet, berichtete Zapiro. Einige Zeitungsverleger und Radiostationen schienen ihn ebenfalls so zu sehen. Es sei „besorgniserregend, dass der Präsident es für nötig hält, diverse Journalisten zu verklagen“, dass es beim öffentlich-rechtlichen Sender SABC eine Zensur vor Veröffentlichungen gebe und dass der regierende African National Congress (ANC) darüber nachdenke, ein Mediengericht …