Monate: November 2008

Bewegung in der Parteienlandschaft Südafrikas

In der kurzen Geschichte der jungen Demokratie Südafrikas sind viele politische Parteien gekommen und gegangen. Es gab nur eine wirkliche Konstante in diesen fast 15 Jahren seit den ersten freien Wahlen im April 1994: Der African National Congress (ANC) des legendären Nelson Mandela. Die ehemalige Befreiungsbewegung hat mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit das Land politisch fest im Griff, auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene (mit der Ausnahme von Kapstadt, wo die Opposition in einer Koalition eine knappe Mehrheit hält). Seit diesen Anfängen wird kontinuierlich spekuliert, wann denn diese mächtige Partei sich spalten wird. Anlass für solche Spekulationen gab es immer wieder. Denn der ANC befindet sich in einer – informellen – Allianz mit zwei Partnern, die nicht so recht in das Erscheinungsbild des ANC passen. Der eine ist die South African Communist Party (SACP); zweiter Partner ist der Dachverband von 21 Einzelgewerkschaften mit dem Namen Congress of South African Trade Unions (COSATU). Die SACP propagiert einen klassischen sozialistischen Kurs; die Führung von COSATU ist ganz überwiegend in der SACP engagiert. Und beide, SACP und COSATU, sind mit Teilen …