Monate: Januar 2008

Loadshedding – Das neue Lebensgefühl in Südafrika

Heute ist nun die Ferienzeit endgültig vorbei; die Schule hat wieder begonnen. Gewöhnlich versinkt Südafrika zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar in eine tiefe und fast totale Urlaubslethargie – es fallen Sommer- und Weihnachtsurlaub zusammen. Jetzt ist das Land “back to normal”. Aber normal hat dieses Jahr nicht begonnen. Die politischen Kapriolen kann man nur noch unbeschadet verdauen, wenn man sie als satirische Inszenierung zu deuten versucht. Und jetzt kommt das Loadshedding! Hinter diesem harmlos wirkenden Wort verbirgt sich ein potenzieller Sargnagel der südafrikanischen Wirtschaft. Das Land ist in eine Situation abgedriftet, in der schlicht nicht mehr genügend Elektrizität zur Verfügung steht. Und die muss rationiert werden. Wenn der prognostizierte Bedarf z.B. 5 % über der vorhandenen Kapazität liegt, müssen 5% der Nutzer dauernd vom Netz genommen werde. Damit dieses Schicksal gleichmäßig über das Land verteilt wird, wird der Stromentzug im Zeittakt ausgerollt – „Rolling Black-out“ oder auch „Loadshedding“ genannt. Wie es dazu kam, wer das zu verantworten hat und was das in der Praxis bedeutet, ist gelegentlich beschrieben worden. Aber das Interesse hielt sich …