Jahr: 2006

Die Zuma-Shaik Story, Teil 4.

Der Strafprozess war erwartungsgemäß das Medienereignis des Jahres. Wer das Geschehen im Gerichtssaal verfolgte, besonders aber, was sich außerhalb abspielte, konnte eine Menge über Südafrika lernen. Das Verfahren selbst war aus juristischer Sicht ein fachliches Meisterwerk. Eine präzise Organisation, betont sachlich operierende Staatsanwälte und ein abgeklärter Richter, der in seiner zweitägigen Urteilsbegründung seinen analytischen Scharfsinn unter Beweis stellte. Rechtslaien differenzieren gelegentlich zwischen Freisprüchen erster Klasse und solchen, die nur zweitklassig sind, etwa aus Mangel an Beweisen oder weil schlampig ermittelt wurde. In diesem Sinn hat es für Jacob Zuma einen Freispruch erster Klasse gegeben. Die Frau, die den Stein ins Rollen gebracht hatte, war bei ihrer mehrtägigen Vernehmung nicht konsistent. Entscheidend aber war, dass die Verteidigung acht Männer in den Zeugenstand holen konnte, die von ihren eigenen Erfahrungen mit der Belastungszeugin berichteten. Sie waren in den vergangenen Jahren von ihr ebenfalls der Vergewaltigung beschuldigt worden, zum Teil ohne, dass es überhaupt zu einer körperlicher Berührung gekommen war. Ein Strafverfahren auf so dünnem Eis gibt natürlich Nahrung für Spekulationen, ob da nicht Kräfte im Hintergrund ihre …

Die Zuma-Shaik Story, Teil 3.

Mitte Februar begann vor dem Johannesburg High Court der erste Strafprozess gegen den ehemaligen Vize-Präsidenten des Landes, in dem er sich zum Vorwurf der Vergewaltigung einer 31-jährigen Frau im November letzten Jahres zu verantworten hat. Das Verfahren zieht sich nun schon über viele Prozesstage hin und es ist reich an interessanten Einblicken. Der Präsident des High Courts, Bernhard Ngoepe, übernahm den Vorsitz über das Verfahren zunächst selbst, akzeptierte aber dann den Vorwurf der Befangenheit und legte den Vorsitz nieder. Sein Stellvertreter Jeremiah Shongwe, sah sich aus „persönlichen Gründen“ auch außer Stande, dass Verfahren zu übernehmen. Aus den gleichen Gründen winkte der zweite Stellvertreter, Pheneas Mojapelo, ab. Das Verfahren liegt nun in den Händen von Richter Willem van der Merwe. Vor dem Gerichtsgebäude wird heftig demonstriert. Auf der einen Seite verunglimpfen Zuma-Anhänger die Frau, die ihn der Vergewaltigung bezichtigt. Als Gegenpol treten Frauenrechtlerinnen auf, die sich darüber beklagen, dass intime Details aus dem früheren Sexualleben der Hauptbelastungszeugin tagelang im Prozess breitgetreten werden. Bemerkenswert für die persönliche Einschätzung von Jacob Zuma ist sicherlich die Tatsache, dass ein …

Sex in der Karoo

Der Titel mag verheißungsvoll klingen für die meist männlichen User des Internet, die ständig auf der Suche nach derben sexuellen Abenteuern sind. Aber die Wahrheit des Folgenden liegt halt doch eher in der müden Erkenntnis, dass sich Sex eben wesentlich einfacher verkaufen lässt als Obst und Gemüse!